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Rosalie92

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Sommerlicht-Serie, Band 1: Gegen das Sommerlicht

Sommerlicht-Serie, Band 1: Gegen das Sommerlicht - Melissa Marr

Inhalt:

Wann immer dieser junge Mann in Ashs Nähe ist, spürt sie seine Gegenwart mit jeder Faser ihres Körpers. Aber wer ist der geheimnisvolle Schöne? Ash wendet sich an ihren alten Freund Seth und sein ausrangierter Bahnwaggon wird immer mehr zu ihrem Zufluchtsort. Irgendwann offenbart sie Seth auch ihr lang gehütetes Geheimnis: Ash kann Elfen sehen. Nach und nach finden die beiden heraus, dass Ashs Verfolger der Elfenkönig Keenan ist und nicht ganz ungefährlich. Ash beginnt zu kämpfen - für sich und für Seth.

 

Cover:

Mir gefällt das Cover leider überhaupt nicht und ich find es auch nicht sehr passend. Das englische Cover wiederum trifft genau meinen Geschmack, schade dass das nicht bei der deutschen Version beibehalten wurde.

 

Meine Meinung:

Endlich hab ich mich mal an dieses Buch ran getraut, ich schiebe das schon seit Jahren vor mir her. Ich bin auch echt froh das ich es endlich mal gelesen habe, weil ich wurde keinesfalls enttäuscht, ganz im Gegenteil ich wurde mehr als positiv überrascht und hätte mir auch nie im Leben gedacht, dass mich dieses Buch so verzaubern würde.

Die Story ist düster aber hat ebenfalls etwas von einem modernen Märchen und auch wenn Elfen und Feen mich normalerweise nicht so ansprechen, mochte ich das hier sehr gerne. In diesem Buch gibt es kein Schwarz und Weiß, alles ist irgendwie in Graustufen unterteilt. Die Charaktere sind nicht immer alle nur gut oder nur böse genauso wie ihre Handlungen. Und auch die Elfen sind nicht alle so böse wie es am Anfang noch den Anschein hat.

Man merkt richtig, dass Melissa Marr sich sehr viel Mühe bei der Gestaltung ihrer Charaktere gegeben hat. Bis auf eine Ausnahme sind alle Charaktere sehr facettenreich und haben ihre guten wie auch ihre schlechten Seiten. Man kann ihre Handlungen vielleicht nicht immer gut heißen aber man kann sie nachvollziehen. Auch merkt man immer wieder, dass sie alle, nicht nur Ash, Dinge tun müssen die sie selbst nicht wollen und man leidet richtig mit ihnen mit. Mir hat es hin und wieder fast das Herz gebrochen, wenn ich gelesen habe wie viel sie opfern mussten/müssen. Die vier Protagonisten Ash, Seth, Keenan und Donia sind einzigartig und ich hab sie alle in mein Herz geschlossen aber meine Favoritin ist Donia, hätte mir am Anfang nicht gedacht das ich sie mal als meine Lieblings Figur bezeichnen würde.

Der Schreibstill von Melissa Marr ist flüssig und fesselnd, die Autorin schafft es das ganze Buch über eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten. Der größte Teil der Geschichte wird zwar aus Ash Sicht beschrieben aber es gibt auch viele Kapitel aus der Sicht von Keenan und von Donia. Und das war etwas, dass ich sehr gerne mochte, wenn ich nur aus Ash’s Sicht gelesen hätte, hätte mir das Buch glaub ich gar nicht gefallen. Es war wichtig auch aus Sicht der Anderen zu lesen um die Charaktere und auch die Story zu verstehen und das große Ganze zu begreifen.

Die Gründe warum ich nur 4,5 und nicht 5 Sterne vergebe sind; erstens habe ich eine Weile gebraucht mich vollkommen auf die Story einzulassen. Was einerseits wahrscheinlich daran lag, dass ich durch viele negative Rezessionen die ich über dieses Buch gelesen habe dementsprechenden auch sehr negativ Eingestellt an das Buch herangegangen bin. Und andrerseits daran das ich Bücher mit Elfen und Feen im normal Fall nicht so ansprechend finde. Ihre Darstellung am Anfang hat dazu noch beigetragen, es hat lange gedauert bis man mal mitbekommen hat das nicht alle Elfen in diesem Buch böse sind sondern es sich ähnlich wie bei uns Menschen verhält, es gibt Gute wie auch Böse. Es hat einfach eine Weile gedauert bis ich mich mit diesen Wesen anfreunden konnte. Und zweitens, jetzt kommen wir zu meinen Hauptkritikpunkt, Beira, alle Charaktere wurden von der Autorin facettenreich und vielschichtig beschrieben aber bei ihr hat sie darauf anscheinend verzichtet. Beira wurde als rein böse dargestellt, ohne Tiefgang und es wurde auch nicht wirklich erklärt warum sie handelt wie sie handelt. Ihre Motive wurden nie näher beleuchtet und das hat mir irgendwie gefehlt.

 

Fazit:

Originalität: 4 Sterne

Schreibweise: 5 Sterne

Charaktere: 4,5 Sterne

Spannung: 4 Sterne

Emotionale Tiefe: 4,5 Sterne

Humor: 3 Sterne

 

Ich bin froh dass ich mich doch noch an dieses Buch ran getraut habe, denn mir hat es wirklich sehr gut gefallen. „Gegen das Sommerlicht“ ist ein düsteres modernes Märchen, ich kann jeden nur empfehlen diesem Buch eine Chance zu geben und wenn man sich auf die Story einlässt wird man auch nicht enttäuscht werden.