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Rosalie92

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Cocoon, Band 01: Die Lichtfängerin

Cocoon - Die Lichtfängerin  - Gennifer Albin, Jakob Schmidt

Inhalt:

Gefangen hinter Mauern wie aus Licht gesponnen, wagt sie den Kampf gegen die Tyrannei. Arras ist eine kalte, lichtdurchflutete Welt, deren Bewohnern jede Selbstbestimmung genommen wurde – selbst im Tod ist niemand frei. Nur wenige können hoffen, durch die Gilde der Zwölf in den Heiligen Convent aufgenommen und damit für ein Leben in Luxus und Überfluss erwählt zu werden. Doch Adelice ahnt, dass das scheinbare Privileg in Wirklichkeit Verdammnis bedeutet, schließlich hat niemand den Convent je wieder verlassen … So versucht sie vergebens, ihre seltene Begabung zu verbergen. Denn gesegnet mit der Fähigkeit, das Gewebe des Lebens zu flechten, Schicksalsfäden miteinander zu verweben oder einzelne daraus zu entfernen, ist sie genau das, wonach die Gilde seit Langem sucht. Adelice kämpft um ihre Freiheit und das Leben ihrer Schwester und beginnt, die goldenen Fäden des Kokons zu zerreißen, der sie und die Menschen von Arras gefangen hält …

 

Cover:

Das Cover finde ich sehr hübsch, das Motiv und die farbliche Gestaltung passen sehr gut zum Inhalt des Buches. Besonders den „Cocoon“ Schriftzug finde ich sehr schön gestaltet.

 

Meine Meinung:

Im ersten Drittel dachte ich mir noch es würden sicher 5 Sterne werden, weil die Story super spannend war und mir die Charaktere auf Anhieb sympathisch waren, aber das zweite Drittel ist dagegen echt schwach geraden, erst gegen Ende hin konnte mich das Buch wieder packen. Wenn mir das letzte (circa) Drittel nicht so gut gefallen hätte, hätte das Buch von mir auch nur 3 Sterne bekommen.

Die Grundidee des Buches finde ich super originell, aber an der Umsetzung hapert es ein wenig. Mir persönlich hat es einfach an Erklärungen und genaueren Beschreibungen gefehlt, z.B. das „Weben“ konnte ich mir kaum vorstellen. Die Story ist auf der einen Seite vorhersehbar auf der anderen aber auch wieder gar nicht. Manches kam so extrem aus dem Nichts, dass man sich vorher etwas gewünscht hätte was darauf hinweist. Anderes wiederum wird so oft angedeutet, dass man schon an der Intelligenz der Protagonistin zweifelt. Besonders bei einem Detail finde ich es sehr unrealistisch, dass ihr bis zu den letzten 10 Seiten nicht einmal der Gedanke kommt.

Die Charaktere mochte ich gleich auf Anhieb, sowohl die „Guten“ als auch die „Bösen“. Was ich als sehr positiv empfunden habe ist, dass man die Charaktere nicht durchschauen kann, bei den meisten weiß man bis zur letzten Seite nicht woran man ist (auch darüber hinaus nicht).

Wie sollte es anders sein hat sich auch wieder eine Dreiecksgeschichte eingeschlichen. Und leider ist es keine Interessante wo die Protagonistin wenigstens für Beide echte Gefühle hegt und auch noch Beide die gleiche Chance haben ihr Auserwählter zu werden. Hier ist es leider von Anfang an klar für wenn sie sich entscheiden wird, weil sie nur für einen echte Gefühle hegt. Deshalb finde ich, dass man sich die Dreiecksgeschichte hier gleich von Anfang an hätte sparen können oder das Ganze undurchsichtiger zu gestalten, den Potenzial dafür wäre dagewesen.

Den Schreibstill der Autorin finde ich sehr gut, er ist flüssig und Stellenweise auch echt fesselnd. Nur konnte sie mich mit ihren Worten leider überhaupt nicht berühren. So gut wie alle emotionalen Momente haben mich absolut kalt gelassen. Das ist für mich auch einer der Hauptkritikpunkte des Buches. Auch hatte ich das Gefühl, dass sich ein paar Logik Fehler eingeschlichen haben z.B. war ich mir manchmal 100%ig sicher, dass eine Person die Information bereits hatte die dann ein paar Kapitel später als die Erkenntnis überhaupt dargestellt wurde und das war kein Einzelfall irgendwie kam das ständig vor. Es gab auch so Situation wie z.B. Adelice setzt sich am Tisch auf den Platz neben Enora, ein paar Absätze späterer hat sich das anscheinend geändert, denn dann sagt ebendiese ein paar Plätze weiter irgendwas um Adelice zu verteidigen. Solche Dinge nerven und stören mich einfach.

Das Ende konnte mich echt überzeugen und vor allem hat ein mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Potenzial für diese gibt es nach so einem Ende mehr als genug, ich hoffe nur, dass die Autorin dann mehr daraus macht.

 

Fazit:

Originalität: 4,5 Sterne

Schreibweise: 4 Sterne

Charaktere: 4 Sterne

Spannung: 3,5 Sterne

Emotionale Tiefe: 3,5 Sterne

Humor: 4 Sterne

 

Die Grundidee des Buches ist super originell aber die Umsetzung ist leider nur durchschnittlich. Ich persönlich finde, dass hier viel Potenzial verspielt wurde. Das Buch hat aber dennoch auch seine guten Seiten. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und es hat mich vor allem neugierig gemacht, deshalb werde ich bestimmt auch den nächsten Band der Reihe lesen. Potenzial für die Fortsetzung ist auf jeden Fall da, ich hoffe, dass die Autorin dann mehr daraus macht.