6 Follower
25 Ich folge
Rosalie92

Rosalie92

Ich lese gerade

Rot wie das Meer
Maggie Stiefvater
David Copperfield
Charles Dickens

Ich fürchte mich nicht: Roman

Ich fürchte mich nicht  - Tahereh Mafi, Mara Henke

Inhalt:

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...

 

Cover:

Das Cover ist ein echter Hingucker und trifft genau meinen Geschmack. Vor allem die kalten Farbtöne passen sehr gut zur Stimmung des Buches. Der deutsche Titel „Ich fürchte mich nicht“, kann mich auch überzeugen, er passt einfach perfekt.

 

Meine Meinung:

Ich bin bei diesem Buch Zwiegestalten, auf der einen Seite finde ich die Story total interessant und spannend, und ich mag die Charaktere sehr gerne aber auf der anderen Seite gibt’s auch ein paar Dinge die mich gestört haben.

Die Handlung beginnt damit, dass Juliette die in einer Irrenanstalt eingesperrt ist einen Zellengenossen bekommt. Dadurch ist man sofort mitten im Geschehen und gebannt, man stellt sich dieselben Fragen wie Juliette: „Wer ist dieser Junge?“, „Was will er von ihr?“, „Warum wurde sie gerade mit einem Jungen zusammengesperrt?“, „Kann sie ihm vertrauen?“. Das Buch bleibt auch nach dem Aufenthalt in der Irrenanstalt weiterhin spannend bis zum Schluss und man mag das Buch kaum aus der Hand legen. Genaueres möchte ich zum Inhalt hier nicht schreiben, weil ich es nicht kann ohne zu spoilern und ich will keinen den Spaß an dem Buch verderben.

Der Schreibstill von Tahereh Mafi ist wirklich mal was anderes, einzigartig aber auch gewöhnungsbedürftig. Beispielsweise gibt es durchstrichene Sätze, bei denen ich am Anfang nicht so genau wusste wie ich sie deuten soll, aber ich glaube das diese einfach ausdrücken sollen was Juliette wirklich denkt oder was sie gerne sagen würde aber es dann doch nicht tut, dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in ihren Charakter. Etwas was mich eher gestört hat war, dass sie manchmal Absätze mitten im Satz gesetzt hat, aber das hat sich mit der Zeit gelegt, weil sie das dann nicht mehr getan hat oder mir ist es einfach nicht mehr aufgefallen, aber am Anfang war das sehr nervig. Auch hat die Autorin die Angewohnheit manchmal ein Wort mehrmals hintereinander zu schreiben, das hat meiner Meinung nach nicht immer so gut gepasst und auch hin und wieder den Lesefluss gestört. Man muss sich einfach auf diesen Schreibstill einlassen und nach einer Weile gewöhnt man sich an diese Dinge.

Die Charaktere sind Tahereh Mafi sehr gut gelungen aber ich finde, dass sie nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft hat. Juliette war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch und die Dinge die sie in ihren Leben durchmachen musste sind einfach nur schrecklich, ein so liebloses Leben zu führen zu müssen wie sie es tun musste kann ich mir gar nicht vorstellen. Trotzdem hegt sie keine Rachegefühle und will niemanden dafür bestrafen oder andere leiden lassen obwohl sie die Macht dazu hätte. Aber sie hat auch eine kämpferische Seite, und lässt sich nicht unterkriegen, sie beginnt im Laufe des Buches für sich selbst und für die Menschen die sie liebt zu kämpfen, ich hoffe sehr dass die Autorin diese Entwicklung so fortsetzt und sie nicht zu einer dieser Mädchen wird die ständig gerettet werden muss. Adam mochte ich auch von Anfang an, man hat zwar so Manches über ihn erfahren und er ist echt großartig aber trotzdem finde ich dass man noch keinen so guten Einblick in seinen Charakter bekommen hat, ich hätte mir da etwas mehr gewünscht. Warner ist auch ein sehr interessanter Charakter, er hat viele Ecken und Kanten, und nimmt im Buch die Rolle des Bösen ein, aber ich bin mir noch nicht so sicher ob das Ganze wirklich so eindeutig ist. Sein Charakter kam mir zwischen durch zu … ich weiß gar nicht das richtige Wort dafür fanatisch oder besessen was Juliette betrifft, ich hoffe das die Autorin das im nächsten Teil nicht noch mehr hochschaukelt sondern auf einen realistischen Level hält. Hier im ersten Teil haben mir noch mehr Nebencharaktere gefehlt aber nach dem Ende zu schließen werde ich was das betrifft in der Fortsetzung nicht endtäuscht werden.

Die Beziehung zwischen Juliette und Adam finde ich sehr schön beschrieben. Sie beruht auch wirklich auf etwas und es ist hier keine Liebe auf den ersten Blick Geschichte wo man das Gefühl hat, dass es nur ums Aussehen geht. Gegen Ende hin reizt die Autorin zwar die Grenze zu dem Punkt an dem es kitschig wird zwar sehr aus aber trotzdem hatte ich nicht das Gefühl dass es zu viel des Guten ist.

Was mich an dem Buch wirklich genervt hat war das Ende, man kann das hier gar nicht Cliffhanger nennen. Nein, das ganze endet einfach mitten in der Handlung mir kam das so unvollständig vor ich hätte mir da noch so um die 200 Seiten mehr gewünscht.

 

Fazit:

Originalität: 4 Sterne

Schreibweise: 4 Sterne

Charaktere: 4,5 Sterne

Spannung: 4 Sterne

Emotionale Tiefe: 4,5 Sterne

Humor: 3 Sterne

 

„Ich fürchte mich nicht“ ist eine sehr interessante und spannende Dystopie mit ein paar X-Men Elementen, und trotz kleiner Kritikpunkte hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich finde es war ein sehr guter Auftakt der Trilogie die jede Menge Potenzial für die Fortsetzungen bietet und ich hoffe sehr, dass die Autorin das auch ausnutzt.